Aktuelles:

Bau der weltweit größten Power-to-Gas-Anlage mit biologischer Methanisierung ist besiegelt. 

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Aktuelles

Power-to-X | Grüne Energie für alle Sektoren

Im Fachforum „Power-to-X: Forschung – Entwicklung – Anwendung“ des Energie Campus Nürnberg (EnCN) und der ENERGIEregion Nürnberg e.V., diskutierten über 100 Teilnehmer aus Wissenschaft, Wirtschaft, Kommunen und Politik Lösungsansätze, wie Mobilität, Industrie und kommunale Energieversorgung an die regenerative Energieerzeugung gekoppelt werden können.

Eine zu 100 Prozent regenerative Energieversorgung ist nur mit effizienten Speichertechnologien zu schaffen. Batterien allein reichen dafür nicht aus – für den globalen Energiehandel und den Betrieb besonders energieintensiver Anwendungen in Industrie und Verkehr sind Alternativen gefragt. Am Energie Campus Nürnberg werden seit Jahren sogenannte Power-to-X-Technologien erforscht. Das sind Technologien, die Strom aus erneuerbaren Quellen in stoffliche Energieträger wie Wasserstoff, Synthesegas oder synthetische Kraftstoffe umwandeln. In einem Fachforum am EnCN zum Ende 2019, wurden Entwicklungsstand und Forschungsziele von Power-to-X-Technologien vorgestellt und mit Wissenschaftlern, Technologieanbietern, kommunalen Energieversorgern und Politikern diskutiert.

Power-to-X: ganzheitliche Konzepte

Neben erfolgreichen Praxisbeispielen ging es auf dem Forum auch um die systemische Betrachtung der Energiewende. Dr. Guido Weißmann, Projektmanager Technologie des Netzwerks Bayern Innovativ, erklärte, die Elektromobilität müsse von den Kommunen als ganzheitliches Konzept begriffen werden. E-Mobilität sei nicht nur das Fahren mit Strom, sondern ein Gesamtsystem aus Fahrzeug, Infrastruktur, Anwendungsbedarf und gesellschaftlicher Akzeptanz. Es bedürfe eines neuen Mobilitätskonzeptes, das die Belange von Bürgern, Unternehmen und Kommunen gleichermaßen berücksichtige.

Am Beispiel von Power-to-Gas zeigte Jonas Klückers, Business Development der microbEnergy GmbH, wie die Herausforderungen der Energiewende auf lokaler Ebene bewältigt werden können. Energieversorgung dürfe nicht länger in Sparten wie Strom, Wärme oder Mobilität gedacht worden. Vielmehr sei es notwendig, die Sektoren zu verbinden und ganzheitlich zu betrachten.

„Die zahlreichen Vorträge und lebhaften Diskussionen haben gezeigt, welch große Rolle Power-to-X-Technologien auf dem Weg zu einer klimaneutralen Industriegesellschaft spielen können“, erklärt Peter Wasserscheid stellvertretend für das Veranstalter-Team. „Mit dem Fachforum haben wir nicht nur inhaltliche Impulse geben können, wir haben auch einen Beitrag dazu geleistet, möglichst viele Vertreter aus Politik, Forschung, Industrie, Energieversorgung und kommunaler Verwaltung zu vernetzen. Denn die Energiewende betrifft alle Bereiche der Gesellschaft.“

 

Den vollständigen Beitrag zum Thema finden Sie hier:

www.encn.de/P2X

Wir in der Presse

Hoher Besuch bei microbEnergy durch die Landtagsfraktion der Freien Wähler

Die Landtagsfraktion FREIE WÄHLER möchte den Ausbau von erneuerbaren Energien mit der Entwicklung intelligenter Speichertechnologien kombinieren. Besonders ins Auge gefasst haben sie dabei die Power-to-Gas-Technologie, die überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energien in Gas umwandelt und ins Gasnetz einspeisen kann. Zu Gast im Forschungszentrum von microbEnergy in Schwandorf, informierte sich die Fraktion am Mittwoch über die verschiedenen Möglichkeiten zur Speicherung von erneuerbaren Energien.

Dr. Doris Schmack, Geschäftsführerin der microbEnergy GmbH, erklärt in ihrem Vortrag die erhebliche Speicherkapazität des deutschen Erdgasnetz. Es bietet sich also an, die überschüssige erneuerbare Energie mit Hilfe der “Power-to-Gas”-Technologie in “grünes” Gas umzuwandeln. 

Auch Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger war zu Gast bei microbEnergy. Er wies auf den hohen effizienten Wirkungsgrad dieser Speichertechnologie hin. Das mache Power-to-Gas zu einer nachhaltigen, kostengünstigen und zukunftsweisenden Form der Energiegewinnung, so Aiwanger. Rainer Ludwig, energiepolitischer Fraktionssprecher, plädiert, dass Stromerzeugung, Wärme und Mobilität zusammen gedacht werden müssen, um eine Wende in der Klimapolitik einleiten zu können. Wichtig ist für die FREIEN WÄHLER die Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und Gewährleistung von Umweltverträglichkeit. Maßgeblich sei zudem, so viel erneuerbare Energie für Bayern wie möglich zu produzieren – dezentral und mit Wertschöpfung vor Ort, sagte Ludwig.

 

Einen Filmbeitrag zum Thema finden Sie hier:

Videobeitrag OTV

Grünes Licht für erste industrielle Power-to-Gas-Anlage im schweizerischen Dietikon.

Deutsche Technologie- und Entwicklungspartner sind die beiden Viessmann Tochterunternehmen microbEnergy und Schmack Biogas sowie Siemens.

Dietikon/Allendorf Oktober 2019 – Der schweizerische Energieversorger Limeco baut mit den Viessmann Tochterunternehmen microbEnergy und Schmack Biogas die weltweit größte Power-to-Gas-Anlage, in der die mikrobiologische Umwandlung von Wasserstoff zu Methan zur Anwendung kommt. Die Technologie wurde von der Viessmann-Tochter microbEnergy entwickelt und zur technischen Reife gebracht. Technologielieferant für die Elektrolyse ist Siemens. Die beteiligten Unternehmen unterzeichneten gemeinsam den Werkvertrag für das zukunftsweisende Großprojekt.

Schlüsseltechnologie für nachhaltiges Energiesystem

Limeco startet das Projekt unter den Prämissen der schweizerischen „Energiestrategie 2050“, die auf Atomausstieg, die Reduktion von Treibhausgasen und den Ausbau von erneuerbarer Energie wie Solar- oder Windkraft setzt. Für Patrik Feusi, Geschäftsführer bei Limeco ist die PtG-Technologie der Schlüssel für ein regionales umweltfreundliches Energiekonzept: „Wir engagieren uns tagtäglich für die saubere Zukunft. Mit Strom aus unserer Kehrichtverwertungsanlage und dem Klärgas aus unserer Abwasserreinigungsanlage liefern wir die zwei wichtigsten Zutaten im Power-to-Gas-Prozess – und zwar am gleichen Standort! Darum macht das erste Schweizer Hybridkraftwerk genau hier in Dietikon Sinn.“

Nach dem Spatenstich im Frühjahr 2020 soll die Inbetriebnahme in rund einem Jahr erfolgen. Für den Bau der Anlage ist Schmack Biogas verantwortlich. Durch die Verbrennung von erneuerbarem Gas anstelle von Heizöl werden dann jährlich 4.000 - 5.000 Tonnen weniger CO2-Emissionen entstehen, was dem Verbrauch von ungefähr 2.000 Haushalten entspricht.

Idealer Standort für Sektorkopplung

Doris Schmack, Geschäftsführerin der microbEnergy, verfolgt mit der Sektorkopplung einen ganzheitlichen Ansatz und ist von den Voraussetzungen des Schweizer Standorts überzeugt: „Limeco ist mit seinen drei Geschäftsbereichen Abfall- und Abwasserentsorgung sowie Wärmeversorgung für ein Energiesystem mit Power-to-Gas prädestiniert. Der bei der Kehrichtverwertung erzeugte Überschussstrom wird zu Wasserstoff umgewandelt und mit Klärgas aus der Abwasserreinigungsanlage gemischt – so entsteht speicherbares erneuerbares Gas.“ Die PEM-Elektrolyseanlage («Proton Exchange Membrane») von Siemens verfügt über eine Leistung von insgesamt 2,5 MW kann damit bis zu 450 Nm³/h Wasserstoff erzeugen. Dieser wird dann zusammen mit dem Kohlendioxid aus dem anfallenden Klärgas zu Biomethan umgewandelt.

Schweizweit enormes Potential für Power-to-Gas

Das Projekt ist durch die Kooperation der Limeco mit der Swisspower AG und regionalen Energieversorgungsunternehmen breit abgestützt. Sie alle sehen ein enormes Potenzial für Power-to-Gas in der Schweiz. Alleine mit PtG-Anlagen an den 100 größten Abwasserreinigungsanlagen der Schweiz könnte der Energiebedarf von über 250.000 Personen gedeckt werden.

Über Viessmann

Viessmann wandelt sich kontinuierlich vom Heiztechnikhersteller zum Lösungsanbieter für den kompletten Lebensraum. Dafür entwickelt das Unternehmen nahtlose Klimalösungen, die die Umgebung des Menschen mit der optimalen Raumtemperatur, mit Warmwasser, Strom und guter Luftqualität gleichermaßen versorgen. In seinem Integrierten Lösungsangebot verbindet Viessmann auf Basis der richtigen Energiequellen Produkte und Systeme über Plattformen und digitale Services nahtlos miteinander. Dazu kommt eine Vielzahl zusätzlicher Dienstleistungen. Dabei steht die richtige Balance aus erneuerbaren Energiequellen und maximaler Energieeffizienz bei fossilen Energieträgern im Vordergrund. Seit der Gründung 1917 handelt das Familienunternehmen werteorientiert und langfristig. Und zeigt sich in dem über allem stehenden Unternehmensleitbild “We create living spaces for the generations to come”. Lebensräume für die Generationen von morgen zu gestalten, das ist die Verantwortung der weltweit 12.000 Mitglieder starken Viessmann Familie.

Über microbEnergy

Die microbEnergy GmbH entwirft maßgeschneiderte Konzepte für Unternehmen der Energiewirtschaft, deren Fokus auf einer regenerativen und dezentralen Energieversorgung liegt. Hierbei konzentriert sich das Viessmann Gruppenunternehmen auf die Umwandlung von Wasserstoff in Methan, das im Erdgasnetz gespeichert werden kann. Mit der mehrfach ausgezeichneten Verfahrensentwicklung der biologischen Methanisierung in einer Power-to-Gas-Anlage hat microbEnergy ein marktreifes Produkt für die Energiewende entwickelt.

Über Schmack Biogas

Die Schmack Biogas, Schwandorf, ist einer der führenden deutschen Anbieter im Sektor Biogas. Dabei greift das Unternehmen auf mehr als 20 Jahre Erfahrung im Anlagenbau sowie in Wartung, Betrieb und Optimierung von Biogasanlagen zurück. Das Leistungsspektrum umfasst zudem den technischen und biologischen Service, die Betriebsführung sowie die Modernisierung von Biogasanlagen. Schmack Biogas ist ein Unternehmen der Viessmann Group.

Über Siemens

Siemens beschäftigt in der Schweiz über 5700 Mitarbeitende und gehört mit einem jährlichen Geschäftsvolumen von mehr als zwei Milliarden Franken zu den größten Technologiefirmen des Landes. Eine starke Marktstellung hat das Unternehmen in den Bereichen Gebäude- und Energietechnik sowie in der Industrieautomatisierung und Antriebstechnik. Siemens ist Vorreiter im Energiebereich und deckt ein breites Spektrum von Kompetenzen über die vollständige Energiewertschöpfungskette ab (Siemens Gas and Power). Zudem ist Siemens führend in der Bahn- und Straßenverkehrstechnik (Siemens Mobility AG) sowie in der Medizintechnik (Siemens Healthineers). Die Regionalgesellschaft Siemens Schweiz hat ihren Hauptsitz in Zürich-Albisrieden. Von hier aus werden die rund 20 Schweizer Standorte geführt und die Vertriebs- und Serviceaktivitäten koordiniert.

In der Schweiz ist auch der globale Hauptsitz von Siemens Smart Infrastructure (SI) angesiedelt. Von Zug aus werden die rund 70 000 Mitarbeitenden geführt, die weltweit in den Bereichen Gebäudetechnik und Energieverteilung tätig sind. Mit einem Geschäftsvolumen von rund 14 Milliarden Euro (pro-forma-Zahlen) ist SI eines der weltweit größten industriellen Headquarters mit Sitz in der Schweiz.

 

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Pressemeldung Limeco

Preisverleihung der dena

MicrobEnergy gewinnt beim Ideenwettbewerb „RE:frame Energieeffizienz“

Mit dem  Projekt “SANISI – Sanieren für den Umweltschutz” haben drei Mitarbeiter der MicrobEnergy GmbH – einem Tochterunternehmen der Viessmann Group – den vom Bundesumwelt- und Bundesbauministerium ausgelobten Ideenwettbewerb „RE:frame Energieeffizienz: Neue Ideen für klimafreundliche Gebäude“ gewonnen. Gesucht wurden kommunikative Ansätze und Geschäftsmodelle, die zum energetischen Bauen und Sanieren motivieren sollen. Die Preisverleihung fand am 14.01.2019 im Rahmen der Messe “BAU 2019” in München statt.

Weitere Informationen sind unter folgendem Link abzurufen:
Beitrag der Mittelbayerischen Zeitung

Dieselmedaille 2017 geht an Viessmann Gruppenunternehmen MicrobEnergy GmbH

Allendorf (Eder), 07.04.2017 – In der Kategorie „Nachhaltigste Innovationsleistung“ wurde das Viessmann Tochterunternehmen MicrobEnergy GmbH am 07. April im Deutschen Museum München mit der Rudolf-Diesel-Medaille ausgezeichnet. Geschäftsführerin Dr. Doris Schmack nahm die Medaille zusammen mit Ulrich Schmack, ihrem Vorgänger in der Geschäftsführung, entgegen.

Vor über 200 geladenen Gästen aus Wirtschaft, Politik und Medien würdigte das Deutsche Institut für Erfindungswesen e.V. (DIE) im Ehrensaal des Deutschen Museums bedeutende Persönlichkeiten, Unternehmen und Organisationen der deutschen Innovationsszene. Aus insgesamt zwölf Nominierungen in vier Kategorien wählte das Dieselkuratorium die Preisträger aus, die mit ihrem Erfinder- und Unternehmergeist der Idee der Dieselmedaille in besonderer Weise entsprechen. 

Die langjährige Arbeit von Dr. Doris Schmack und ihrem Schwager Ulrich Schmack würdigte der Laudator Andreas Kuhlmann, Vorsitzender Deutsche Energie-Agentur als „eine Arbeit von Erfindern im wahrsten Sinne des Wortes und von Visionären der Energiewende“. Insbesondere die Entwicklung des Energiespeicherverfahrens Power-to-Gas, wobei Überschussstrom aus Wind und Sonne mithilfe der biologischen Methanisierung in Methangas umgewandelt, anschließend im Erdgasnetz gespeichert und so sektorenübergreifend in Mobilität, Stromerzeugung oder im Wärmemarkt einsetzbar wird, überzeugte die Jury.

Die MicrobEnergy GmbH ist ein Unternehmen der Viessmann Gruppe und arbeitet mit 24 Mitarbeitern an Themen rund um die Energie- und Wärmewende, der Dekarbonisierung sowie der Sektorenkopplung. Nach der Übernahme der Schmack Biogas GmbH durch Viessmann im Jahr 2009 entwickelte sich die MicrobEnergy aus dem Forschungslabor der Schmack Biogas, in dem Dr. Schmack einige Jahre als Leiterin tätig war. Ulrich Schmack ist seit 2016 Geschäftsführer der Digital Energy Solutions GmbH, einem Joint Venture von Viessmann und BMW, er arbeitet auch dort an Lösungen für die Energiewende.

Die Entwicklung der Power-to-Gas-Technologie verfolgen die beiden Preisträger mit viel Leidenschaft und Hartnäckigkeit aus der tiefen Überzeugung heraus, dass die Energiewende notwendig und machbar ist. Diese Haltung entspricht dem Leitgedanken des Deutschen Instituts für Erfindungswesen: „Nicht die Mächtigen ändern die Welt, sondern Innovationen“. 

In den weiteren Kategorien wurden folgende Preisträger ausgezeichnet: die CLAAS KGaA mbH für die „Erfolgreichste Innovationsleistung“, das Wissenschaftsmagazin Quarks & Co für die „Beste Medienkommunikation“ und die „Wissensfabrik – Unternehmen für Deutschland e.V. für die „Beste Innovationsförderung“.

Der älteste Innovationspreis Deutschlands geht erst zum vierten Mal an eine Frau. Neben den über 400 männlichen Preisträgern der letzten 64 Jahre ist die promovierte Chemikerin Doris Schmack aber schon die zweite Persönlichkeit in der Geschichte des Unternehmens, die mit der Dieselmedaille ausgezeichnet wird. 1980 erhielt sie der Heiztechnikpionier Dr. Hans Viessmann für sein Lebenswerk – insbesondere für seine herausragenden technisch-wissenschaftlichen Leistungen. Er hatte den Handwerksbetrieb seines Vaters nach dem Zweiten Weltkrieg übernommen und zu einem der bedeutendsten Hersteller von heiztechnischen Systemen entwickelt.

Einen Filmbeitrag zum Thema finden Sie hier:

Video-Review 2017: Herausragende Innovatoren mit der Dieselmedaille ausgezeichnet

 

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Pressemitteilung Dieselmedaille 2017

Viessmann Gruppenunternehmen MicrobEnergy erhält Sonderpreis der Deutschen Gaswirtschaft

Anlässlich der gat 2016 – der Gasfachlichen Aussprachetagung, Deutschlands größtem gasfachlichem Branchenkongress, wurde das Verfahren der biologischen Methanisierung des Viessmann Unternehmens MicrobEnergy GmbH in Essen mit dem Sonderpreis für Innovation und Klimaschutz ausgezeichnet. 

Die biologische Methanisierung ist ein Konversionsverfahren zur Erzeugung von Methan aus Wasserstoff und CO2 mit Hilfe von hochspezialisierten Mikroorganismen (Archaeen) in einer technischen Anlage. Der Wasserstoff wird durch Elektrolyse in einer Power-to-Gas-Anlage aus überschüssigem erneuerbarem Strom gewonnen. Dieses Verfahren wird im Rahmen der Energiewende als wichtige Speichertechnologie für fluktuierende erneuerbare Energien wie Wind- und Sonnenstrom bewertet. Die biologische Methanisierung wurde 2015 in der weltweit ersten Power-to-Gas-Anlage dieser Art in die Praxis umgesetzt und speist am Unternehmensstammsitz der Viessmann Werke im hessischen Allendorf (Eder) 30 m3/h Methan ins öffentliche Gasnetz ein.

Die Jury unter Vorsitz von Professor Dr. Georg Erdmann, Leiter der Abteilung Energiesysteme, TU Berlin, begründet ihre Entscheidung damit, dass die biologische Methanisierung hochwertiges Methan liefere, das direkt ohne Nachreinigung ins Erdgasnetz eingespeist werden könne und damit CO2 aus unterschiedlichen Quellen gebunden werden könne - im Fall der Viessmann Werke kommt das CO2 aus einer benachbarten Biogasanlage.

Damit trägt das innovative Umwandlungsverfahren zur Dekarbonisierung des bestehenden Erdgasnetzes bei. Darüber hinaus wird das produzierte Biomethan im Rahmen einer Kooperation mit Audi als Kraftstoff eingesetzt und erschließt so zusätzliche Flexibilität und Synergieeffekte durch die Sektorkopplung von Mobilität und Strom.

„Nur die ständige Suche nach neuen Lösungswegen kann Innovationen hervorbringen, die für einen bezahlbaren und sicheren Klimaschutz erforderlich sind“, hob Dr. Karsten Sach vom Bundesumweltministerium bei seiner Laudatio hervor. Er wies zudem auf die Bedeutung der Neuentwicklung als kreativen und innovativen Baustein der Energiewende hin. Das Verfahren wurde aus einer Vielzahl von Wettbewerbsbeiträgen in den Kategorien Produkte, Energiekonzepte, Wissenschaft und Mobilität, die in besonderem Maß zu einem sparsamen Umgang mit der Ressource Erdgas beitragen, ausgewählt.

Einen Filmbeitrag zum Thema finden Sie hier:
MicrobEnergy - Spezialist für Methanisierung

 

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Pressemitteilung Sonderpreis 2016

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